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Trio "Eichendorff"- Jazziger Liederkreis über Gedichte von Jospeh Eichendorff
Olivia Trummer (p-voc-comp) Libor Sima (ts-bassoon), Solofagottist des RSO Stuttgart Claudio Puntin (cl-bcl-toys), WDR-Jazzpreisträger 2004 Bodek Janke (percussion)
: Mit ihrem neuen Projekt wendet sich Olivia Trummer wieder heimischem Nährboden zu und fasst aus¬gewählte Werke des Dichters Joseph Freiherr von Eichendorff zu einem JAZZIGEN Liederkreis zusam¬men. Eichendorffs ausdrucksstarke Texte erzählen sowohl vom Frühling als auch vom Herbst des Lebens, legen tiefe Hoffnungen und düstere Gedanken aber auch zeitlose Naturbeobachtungen dar. Ein ständiger Fluss, der an diesem Abend durch verschiedene Musikstile strömen darf und bestimmt in jedem Herzen ein Auffangbe¬cken finden wird. Mit Claudio Puntin und Libor Sima hat Olivia Trummer zwei sehr “un-gewöhnliche” Wegbe¬gleiter sowie meisterhafte Instrumentalisten an ihrer Seite.
Rezension der Premiere von Olivia Trummers ”Eichendorff-Trio” aus den Stuttgarter Nachrichten, (Thomas Staiber, 7.11.09)
"Als sich die blasse Pianistin an den geöffneten Flügel setzt und ihre schlanken Hände die Tasten von Elfenbein und Ebenholz berüh¬ren, verwandelt sich der Jazzclub Bix am Donnerstag in einen Ort der Romantik. Volksliedhafte Gedichte Joseph von Eichendorffs werden vertont. Zur anmutigen Olivia Trummer (24) gesellen sich Fagottist Libor Sima und Klarinettist Claudio Puntin, zwei meister¬hafte musikalische Wegbegleiter. "Es war als hätt die Erde den Himmel still geküßt, daß sie im Blütenschimmer nun von ihm träu¬men müßt" - so klingt in einer mondhellen Stuttgarter Novembernacht dieses Trio.
Erstmals erlebt man die Pianistin bei ihrem wohlvorbereiteten Projekt als Vokalistin. "Schläft ein Lied in allen Dingen." Sehnsuchts¬volle Lieder aus der Romantik über Burgruinen, Waldesrauschen, Liebeslust und Liebesleid intoniert sie mit heller Stimme und glo¬ckenklarem, beseeltem Klavierspiel, das die beiden Holzbläser mit ihren warmen Bassklängen begleiteten. Während das Fagott eine Reihe von Tönen endlos wiederholt, schnarrt die einfallsreich und virtuos bediente Bassklarinette, beflügelt vom Tastenspiel der jungen Frau. Doch nicht Vergangenes verklärend gehen die drei zu Werk. Mit den Mitteln des zeitgenössischen Jazz, mit "Allerlei¬rauh", mit Dissonanz und Harmonie holen sie die Eichendorff-Texte in unsere Gegenwart - zur Freude des überwiegend jungen Jazzpublikums.
Das spannendste Konzert der Festivalnacht dieser 30.Stuttgarter Jazztage war das der Jüngsten: der klugen und gefühlvollen Olivia Trummer aus Stuttgart."
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